
Ab dem 27. August 2016 können Sie das einzigartige Museum des Polnischen Liedes besuchen, das das Millennium-Amphitheater in Opole als seinen Sitz gewählt hat.
Die Museumsausstellung zeichnet die Geschichte des polnischen Liedes von den 1920er Jahren bis heute nach. Zwei Musikwände dienen als Multimedia-Player und zeigen auf Touchscreens Musikvideos, Konzertausschnitte, Fernsehsendungen, Reportagen und Interviews mit Künstlern. Jeder Besucher erhält ein Set: einen Audioguide und bequeme Kopfhörer, mit denen er die Ausstellung individuell erkunden und ausgewählte Lieder so lange anhören kann, wie er möchte. Die Musikwände sind zudem mit Linsen ausgestattet, durch die Besucher wie durch ein Schlüsselloch in den historischen Kontext einer bestimmten Epoche blicken können. Der Renner des Museums sind die Aufnahmekabinen, in denen Besucher ihr Lieblingslied aufnehmen und als Erinnerung per E-Mail verschicken können. Vor allem zeigen wir, dass Lieder in der Zusammenarbeit zwischen Komponist und Autor entstehen. Mir ist aufgefallen, dass sich die Medien seit einiger Zeit ausschließlich auf die Interpreten konzentrieren und die Songwriter ausblenden, wahrscheinlich weil sie für sie weniger attraktiv sind. „In unserem Museum möchten wir betonen, dass es ohne die Begegnung zwischen Komponist und Autor nicht viele große Hits gegeben hätte“, sagt Jarosław Wasik, Direktor des Museums des Polnischen Liedes in Opole.
Im Museum des Polnischen Liedes finden Festivalbegeisterte in Opole detaillierte Informationen zu jeder Ausgabe, und in speziellen Hängekugeln können Popmusikfans stundenlang Berichte und Konzertausschnitte ansehen. Es gibt auch eine eigene Bühnenmode-Abteilung mit einer Sammlung echter Starkostüme, in die man sich virtuell hineinversetzen kann. Das Museum lädt dazu ein, Künstler kennenzulernen, Konzerte zu besuchen und an Museumsvorträgen und pädagogischen Aktivitäten für Kinder teilzunehmen.
Willkommen in der Hauptstadt des polnischen Liedes.